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Ihre Simone Gerwers Expertin für Führung im Change

c4c – Talk 39 – Detox 2017 – Mut zum Neuanfang

31. Januar 2017 - Aktuelles, Allgemein, Change, Erfolg, Mut, Mutausbrüche, Podcast coaching4changetalk - , , , , ,

Mut zum Neuanfang: Und wieder Change – alles neu

Es ist nie zu spät für einen Neuanfang und dies nicht nur, weil das neue Jahr gerade angefangen hat. Ich finde, es ist einfach schön zu wissen, dass es immer möglich ist wieder neu anzufangen.

Hier geht es zur Podcastfolge Nr.: 39 des coaching4changeTalk: Mut zum Neuanfang

coaching4changeTalk mit Simone Gerwers

Du bist verrückt –  wird mir deshalb manchmal schmunzelnd nachgesagt, wenn ich schon wieder eine neue Veränderung im Visier habe. „Es muss ja auch mal gut sein.“ „Irgendwann ist doch auch mal Schluß mit den Veränderungen.“ „Komm doch mal zur Ruhe.“ Zugegeben, mich verunsichern solche Aussagen, denn ich verstehe das Leben als ein Leben im Flow. Im Flow sein, bedeutet sicher nicht angestrengt Zielen hinter her zulaufen, doch es heißt ein Gefühl zwischen Beständigkeit und Veränderung zu entwickeln. Wir wissen ja, Change ist genau so gefährlich, wie alles beim Alten zu belassen 😉 . Ich liebe Veränderungen, auch wenn mir manche schon ein wenig Angst machen, oder zumindest Respekt einjagen. Mutig trotz der Angst zu handeln ist mein Motto und deshalb gelte ich im Umfeld wohl als Mrs. Change.

Mut zum Change heißt manchmal Mut zur Akzeptanz

2015 war ein Jahr, in dem ich mich und meinen Mut immer wieder neu in Frage gestellt habe. Ich mußte mich – Mitte des Jahres –  von einem Tag auf den anderen einer Operation unterziehen, die Diagnose war erschreckend: Krebs. Am gleichen Tag, als das Arztgespräch hatte starb auch meine geliebte Großmutter. Schockzustand, alles lief ab wie im Film und schien außer Kontrolle. Meine Oma stand mir, genau wie mein verstorbener Großvater, sehr, sehr nah. Irgendwie fühlte es sich für mich an, als ob mir jemand einfach so den Boden unter den Füßen wegziehen wollte. Es folgten 2 weitere Eingriffe, eine längere Krankheitsphase und Angst. Eine Angst, die quasi parallel zum weiteren Leben mitlief. So kannte ich mich gar nicht. Ich, die ihr Leben stets mutig in die Hand genommen hatte. Ich, die Change immer wieder voller Begeisterung gestaltete und auch lebte. Von jetzt auf gleich war ich mit einer Art von Change konfrontiert, die nicht in meiner Hand, in meiner gewohnten Gestaltungskraft, zu liegen schien. Da waren sie ganz plötzlich und massiv, die Dinge, die wir zunächst nicht ändern können. Neben der Ungewissheit und der Angst, wie die Sache wohl ausgehen würde, was mich nach der Diagnose alles erwarten würde, war die Erkenntnis, dass ich Mut brauche, um mich in Akzeptanz üben zu können, eine schmerzhafte Erfahrung. Schmerzhaft, denn tun, machen, agieren …. alles dies waren und sind Strategien, die mir im Moment nicht helfen konnten, die ich aber beherrschte. Doch es war momentan eben Akzeptanz gefragt. Und da – zugegeben – verließ mich kurzeitig der Mut. Irgendwie wußte ich nicht, wie es gehen kann. Ich hätte so gern lieber die Ruder in die Hand genommen. Wie sollte es nun funktionieren, dieses „sich in Akzeptanz üben“, wenn mir der Mut fehlte, das Vertrauen erschüttert war. Aus der Achtsamkeit kannte ich den Satz: Es ist wie es ist. Ich hatte nicht geglaubt, welche Schwere er in sich tragen mag: Es ist wie es ist. Im Nachhinein war es eine wesentliche und ganz wichtige Erfahrung für mich und mein Leben. Ich habe in schmerzhafter Erfahrung gelernt, dass wir nicht immer Regie führen können. Nicht dass ich es nicht wußte, doch erfahren ist eben anders. Ja, das Leben ist eben kein Film, dessen Drehbuch wir ganz allein schreiben können. Das Leben ist auch kein einfach „machen“  …. . Unser Leben passiert und wir erfahren mehr oder weniger auch immer wieder Dinge, die wir einfach nur akzeptieren können. Das ist sehr wesentlich, denn nichts ist schlimmer, als immer nur den Fokus auf selbstbestimmte Veränderung zu legen. Denn dies ist nicht nur ungeheuer anstrengend, sondern eben auch nicht zwangsläufig zielführend. Es ist sogar eine Fehlinterpretation der Regeln und Maxime unserer Leistungsgesellschaft. Dinge, die wir nicht ändern können, brauchen Akzeptanz, was anderes geht nicht. Allen Motivations-Gurus zum Trotz: Akzeptanz heißt Achtsamkeit, beinhaltet Trauerphase und Annahme. Im nächsten Artikel und Podcast im Februar stelle ich Dir 5 Schritte zur Akzeptanz vor. Merke es Dir gern schon mal vor. Wenn wir diesen Prozess mutig durchlaufen,  dann können wir letztlich wieder mit klarem Blick und gestärkt nach vorn schauen. Wir können unseren Fokus auf neue und andere Wege richten und unsere Gestaltungskraft entfalten.

Alles NEU – Mut und Lust auf das Wesentliche

Machen und tun scheint mir inzwischen einfach, wenn ein mich begeisterndes Ziel vor mir liegt. Für mich war die Hürde des „nicht zu ändernden“ viel höher und größer. Zu lernen, das Akzeptanz zu Eigenstärke und Gestaltungskraft führt ist ein gutes Gefühl. Ich lese ab und an Berichte und Kommentare, die Achtsamkeit und das Prinzip Mindfulness in Frage stellen, oder sogar belächeln. Oft sind es Menschen mit hoher Zielorientierung und Gestaltungswillen, die sich einzig auf Willenskraft und „machen“ berufen, wenn es um berufliche und / oder private Ziele geht. Was sie vergessen ist, dass wir uns manchmal eben auch in Bereichen wiederfinden, in denen wir keine, wenig oder noch keine Gestaltungsmacht haben. Gerade im Business ist dieser Fakt oft gegeben. Sei es bei der neu übernommenen Führungsrolle oder auch bei der Betriebsnachfolge in einem Unternehmen. Wichtig ist, dass wir nicht nur in der Lage sind Veränderung zu gestalten, sondern auch im richtigen Moment Akzeptanz üben können. Auch diese Changekompetenz können wir lernen. Aus dem „Akzeptanzlernen“ erwächst nicht selten dann der Blick auf das wirklich Wesentliche.

Mein Mut zum Wesentlichen, oder Detox 2017

Mut zum Wesentlichen heißt für mich und 2017: Detox. Wie steht es um Euer neues Jahr? Ich bin mit Detox gestartet. Das Jahr habe ich mit 3 Wochen Auszeit an der Ostsee begonnen. Zeit für mich, für Wellness, für Sport, für Spaziergänge am Meer, für Gespräche und später für meine Strategie 2017. In den Jahren zuvor habe ich immer den November des alten Jahres genutzt, um mich auf das neue Jahr einzustimmen. 2016 war aber alles anders. Ich bin im Prinzip aus der Erkrankung mit 100% in den Job gestartet. Selten war ein Jahr so umtriebig und so durchgängig erfolgreich. Dafür bin ich sehr dankbar. Doch am Jahresende war die Luft dann auch tatsächlich raus und ich dachte nur: Stopp, runter vom Gas! Das Wesentliche soll in den Blick. Und so bin ich eben mal ganz anders und frisch gestartet: Mit Meer, ohne Facebook und Social Media und auch ohne Fernseher. Ich kann es Euch nur empfehlen. Und ich kann Euch sagen: Change liegt in der Luft, was sonst 🙂 Die Frage, „Was ist wirklich wesentlich?“ – beschäftigt mich seit meiner Erkrankung mehr als vorher. Was brauche ich / brauchen wir zum Leben? Wo und wie wollen wir leben? Wir leben in einem sehr großen, schönen Landhaus in der Natur, ganz nah an Lüneburg. Mein Mann und ich lieben dieses Haus, den wunderschönen großen Garten, den kleinen verträumten Ort, den nahen Wald. Gleichzeitig beklagen wir oft, wie anstrengend es ist Job, Freizeit und Haus zu vereinbaren. Wenn andere Sport machen, oder im Kurzurlaub sind, mal schnell und sponatn in die Stadt nach Hamburg düsen, dann sind wir oft mit Haus und Hof beschäftigt. Klar ist auch dies ein Hobby, doch … Halb so groß würde reichen, haben wir schon sehr oft gesagt und dann wieder voller Freude auf das schöne, gemütliche Haus geschaut.

Mut zum Neuanfang, Mut zum Loslassen

Mit dem Blick auf Lebenszeit, auf Gesundheit und Wesentliches haben wir uns nun (nach einigem emotionalen hin und her entschieden): wir verkaufen. Eine neue Aufgabe steht an: das Loslassen. Ich kann schon heute sagen, dass ich mit ein paar Tränen im Gesicht aus unserem Haus gehen werde. Klar, denn es ist schön hier. Doch ich weiß, dass ich voller Neugier und Freude den Neuanfang wage. Wie so ein Neuanfang aussieht? Ich bin gespannt, denn es wird viel Reduktion geben. Mutig oder verrückt, vielleicht von Allem etwas.

„Wer wirklich Neues erdenken will, kann gar nicht verrückt genug sein.“ (nach Ute Lauterbach)

Also los, Neustart. Die Segel stehen auf Neuanfang und Ihr seid dabei. Vielleicht hilft ja ein Kraftsatz für den Neustart. Meine Kraftsätze sind: Ich akzeptiere, dass es Dinge gibt, die ich nicht ändern kann. Ich sage JA zu jedem Tag

Probiert es einfach mal aus. Mein persönlicher Kraftsatz lautet: 

 

Nur Mut!  Eure Simone Gerwers – make that change

Schön, wenn Du mir und dem coaching4changeTalk Podcast auch 2017 weiter treu bleibst und uns weiter empfiehlst. Am Besten, Du meldest Dich gleich zum coaching4changeTalk – Newsletter an, damit Du auch garantiert keine Folge mehr verpasst.

Wenn Du Lust auf noch mehr Mut hast, dann besuche auch gern die Mutausbrüche und lass Dich mit Mut infizieren. 2017 wird es wieder viele neue Interviews von echten Mutmachern geben und natürlich Mutgeschichten, die anstecken.

 #Change #Scheitern #Erfolg #Mut #Mutausbruch #Mutkultur 

Ja und wenn Dir dieser Podcast gefällt, dann freue ich mich ganz besonders und ich sage Danke für eine Bewertung und Rezension auf i tunes.

 

 

 

 

 

 

 

Simone Gerwers ist Sparringspartnerin für Führung & Management im Wandel und Inhaberin der coaching4change Akademie. Die Diplomwirtschaftswissenschaftlerin wirbt für mehr Mut in Wirtschaft und Gesellschaft und im Leben. Sie stiftet an Erfolg neu zu denken.
Consultant & Speaker - Blogger - Podcaster
Initiatorin der Mutausbrüche

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